Der TVR Griffith gilt als das erfolgreichste Modell, das die Sportwagenschmiede aus Blackpool hervorgebracht hat. Von 1991 bis 2002 wurden um die 2’500 Stück gebaut. Ab 1993 kam in der Regel nur noch der eigenentwickelte 5-Liter-V8 zum Zuge, der auf dem Motor des Range Rover basiert. Nicht nur der Hubraum wurde im Vergleich zum Mutteraggregat deutlich vergrössert, auch der Ventiltrieb, sowie die Ansaug- und Abgasperipherie haben die TVR-Ingenieure komplett neu gestaltet. Das Ergebnis spricht für sich, ein Grossteil der gut 300 PS liegen bereits in den unteren Drehzahlbereichen an. Dennoch dreht der V8 auch gerne hoch und bleibt über das gesamte Drehzahlband mehr oder weniger linear. Das Leergewicht des Griffith (ohne Fahrer) liegt bei unter 1’000 Kilogramm. Da würden auch deutlich weniger PS für abartige Fahrleistungen genügen. Formal ist der Griffith als zeitlos zu bezeichnen. Die Silhouette entspricht klassischen Roadsteridealen und ist auch heute, fünfunddreissig Jahre später ein echter Hingucker. Das Cockpit besticht durch eine Vielzahl von Anzeigen, die in Wurzelholz eingelassen sind. Der Rest des Armaturenbretts wir von handgenähtem Leder umrahmt. Britischer geht nicht. Ein Rohrrahmenchassis, doppelte Querlenker vorne und hinten, eine leichte Kunststoffkarosserie und ein Frontmittelmotor-Layout sprechen Bände – Rennwagentechnik in Reinkultur. Elektrische Helfer wie ABS oder ESP glänzen durch Abwesenheit. Hier ist man Pilot und selbst verantwortlich für die Dynamik, die der Wagen an den Tag legt. Und es ist von Vorteil, wenn man über die Gesetze der Fahrphysik Bescheid weiss, sofern man die Möglichkeiten des TVR auszuloten wagt. Vergleicht man das Gewicht-Leistungs-Verhältnis mit aktuellen Sportwagen, stellt man fest, dass der Griffith bis heute kaum Gegner fürchten muss, sieht man mal von elektrischen oder hybriden Supersportlern ab. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist faszinierend: V8, Handschaltung, Heckantrieb, unter 1000 Kilogramm Leergewicht – dieses Konzept sucht seinesgleichen. Genial ist auch der Verdeckmechanismus, der aus dem geschlossenen Wagen in Sekundenschnelle einen Targa oder ein Cabrio macht. Unser Griffith 500 ist mit seiner dunkelblauen Metallic-Lackierung fast schon zurückhaltend, denn viele TVR wurden einst sehr grell und eigenwillig bemalt. Das dunkelblaue Leder ergänzt den eleganten Eindruck perfekt. Der erste und bis heute einzige Besitzer hat den Wagen 1994 bei TGE, dem damaligen Schweizer Importeur erworben und mit der dezenten Farbwahl Geschmack bewiesen. Bis ins Jahr 2000 wurde der Wagen regelmässig benutzt, danach für längere Zeit stillgelegt und vor einiger Zeit aus dem Dornröschenschlaf geweckt und umfangreich revidiert. Man darf den Gesamtzustand des Griffith als schön und gepflegt bezeichnen. Toll ist auch, dass es ein Linkslenker, eine Schweizer Erstauslieferung und ein Ersthandfahrzeug ist, das findet man in dieser Kombination nur selten. Selbst die Felgen sind noch die originalen 16-Zöller, wenn auch neu bereift. Viele Griffith rollen heutzutage auf grösseren Rädern. Es gibt etliche Zweitmarktfelgen, die dem Auto gut stehen und eingetragen werden können. Wir bieten diesen tollen TVR ab frischer MFK und ab Service an. Wer schon immer mit einem V8 Roadster von TVR geliebäugelt hat, sollte nicht zu lange zögern.